HIT vs. HIIT Training - was sind die Unterschiede?

HIT oder HIIT: Wichtige Unterschiede und welche Methode ist für Dich geeignet?

Was sind die Unterschiede zwischen HIT und HIIT Training? Und welche Methode bietet Dir die größten Vorteile? Alles darüber erfährst Du in diesem Artikel.

Zunächst zu den Begriffen - was versteckt sich hinter den drei bzw. vier Buchstaben HIT bzw. HIIT?

  • „HIT“ steht für High Intensity Training. Also für ein sehr intensives Training.

  • „HIIT“ steht für High Intensity Interval Training und damit für ein sehr intensives Intervall-Training.

Gemeinsam haben beide Methoden also eine hohe Trainings-Intensität: Das bedeutet in der Praxis anstrengende, schweißtreibende Training.

Doch nun zu den Unterschieden:

Was bedeutet HIT-Training?

HIT Training wird im Bodybuilding zum Muskelaufbau eingesetzt. Durch Intensitäts-Methoden wie etwa erzwungene Wiederholungen oder assistierte Wiederholungen wird über die Grenzen der eigenen Leistungsfähigkeit hinaus trainiert. Damit wird eine maximale Belastung und als Folge davon ein größeres Muskelwachstum erreicht.

Populär wurde diese Methode Ende der 70er und den 80er Jahren durch Arthur Jones, Mike Menzer und in den 90er Jahren durch den Profi-Bodybuilder und mehrfachen Mr. Olympia Dorian Yates.

Beispiel im Training: Wenn beim Bankdrücken nach 10 Wiederholungen Muskelversagen erreicht wird, kann man das Gewicht nicht mehr aus eigener Kraft zur Strecke bringen.

Beim HIT-Training wird die Hantel jetzt allerdings nicht abgelegt, sondern der Trainingspartner assistiert und ermöglicht noch weitere 3 bis 4 Wiederholungen. Dadurch wird der Muskel über die Grenzen hinaus belastet und Muskelwachstum provoziert.

Aufgrund der hohen Anstrengung werden nur sehr wenige Sätze, meist sogar nur ein einziger Trainingssatz pro Übung absolviert.

Deshalb ist ein HIT Training nur für erfahrene Kraftsportler empfehlenswert, keinesfalls für Einsteiger.

Tipp: Im Video erfährst Du kurz und knapp die Unterschiede der beiden Trainingsmethoden.


Was ist HIIT-Training?

HIIT Training wird im Konditions-Training eingesetzt. Dabei werden Intervalle von Belastung und Erholung abgewechselt.

Die übliche Belastungsdauer beträgt zwischen 20 und 40 Sekunden. Die Pausenzeiten liegen zwischen 10 und 20 Sekunden.

Für die Übungsauswahl wird auf Ganzkörper-Übungen wie z. B. Kniebeugen, Sprünge, Burpees, Sprints, usw. gesetzt.

Beispiel für ein HIIT Training:

  • 30 Sekunden Kniebeugen

  • 15 Sekunden Pause

  • 30 Sekunden Burpees

  • 15 Sekunden Pause

  • 30 Sekunden Sprint

  • 15 Sekunden Pause

  • 30 Sekunden Seilspringen

  • 60 Sekunden Pause

  • Davon 3 bis 5 Durchgänge absolvieren

Das Training ist stark auf Ausdauer, Kondition und „Kampfgeist“ ausgerichtet.

Für das Training sollte ebenfalls ein Grundmaß an Trainings-Erfahrung vorhanden sein. Da die Belastungs- und Pausenzeiten frei wählbar sind kann ein HIIT-Schema allerdings auch für Beginner im Fitness-Sport angepasst werden.

Eine Unterform des HIIT Trainings ist das Tabata-Training. Hier gelten fest gelegte Zeiten von 20 Sekunden Belastung, gefolgt von 10 Sekunden Pause. Diese Intervalle werden über 4 Minuten, also 8 „Durchgänge“ absolviert.

Hier im Video ein Beispiel für ein HIIT Training mit Kettlebells:

Fazit

Beide Trainingsmethoden sind grundverschieden. Trotzdem sind beide in ihrer eigenen Zielsetzung sehr effektiv und gerade für erfahrene Sportler einen Versuch wert!

Wer also schon länger trainiert und mit seinen Trainings-Fortschritten nicht zufrieden ist, sollte einen Versuch wagen!

Also: Für 4 Wochen das Training auf die intensive Methode umstellen! Für Kraftsportler die HIT-, für Ausdauer-Sportler die HIIT-Methode. Viel Erfolg damit!